Julian Kainrath
Rezital
Samstag, 08. August 2026
10:30, Kapelle Gstaad
Der junge Italiener Julian Kainrath sprüht nur so vor Leidenschaft. Und seine «geigerische Genealogie» ist ebenso beeindruckend: Von der legendären Odessa-Schule Piotr Stoliarskis (dem Lehrer David Oistrakhs) über Dora Schwarzberg, zur grossen russischen Schule Oistrakhs durch Boris Kuschnir in Graz, bis hin zur franko-belgischen Tradition Eugène Ysaÿes, die er heute durch Marc Bouchkov am Königlichen Konservatorium in Lüttich erfahren darf. Julian Kainrath reist mit zwei absoluten Meilensteinen der Geigenkunst nach Gstaad, die nur wenige Monate auseinander entstanden sind: Francks Sonate (als Hochzeitsgeschenk an Ysaÿe) und Griegs Sonate Nr. 3 (erstaufgeführt von Adolph Brodsky, dem Schöpfer von Tschaikowskys Violinkonzert).
Julian Kainrath, Violine
Anton Gerzenberg, Klavier
| Edvard Grieg (1843–1907) | |
| Violinsonate Nr. 3 c-Moll op. 45 | 25' |
| César Franck (1822–1890) | |
| Violinsonate A-Dur FWV 8 | 30' |
| 60' | |