The Summit
24.–26. Juli, 2026
EIN THINK-TANK FÜR DIE KULTUR VON MORGEN
Daniel Hope, Intendant Menuhin Festival Gstaad, und Klaus Fiala, Chefredaktor Forbes Swiss, führen als Moderatoren durch das Programm.
Panelists and keynote speakers:
Setsuko Klossowska de Rola, Malerin und Ehrenpräsidentin der Balthus-Stiftung
Ilona Schmiel, Intendantin Tonhalle-Orchester Zürich
Marie Babette Nierenz, Intendantin Philharmonie Essen
Matthias Schulz, Intendant Opernhaus Zürich
Peter Gartiser, Unternehmer im Kulturbereich
Clemens Trautmann, Präsident Deutsche Grammophon
Jessica Lustig, Managing Director 21C Media Group
Marco Malagodi, Professor für Musikwissenschaft, Universität Pavia – wissenschaftlicher Leiter Arvedi-Labor (Cremona)
Weitere Panelists werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Die Panel Discussions finden auf Englisch und Deutsch statt.
The Summit ist ein neues Leadership- und Kulturforum des Menuhin Festival Gstaad, das im Sommer 2026 erstmals stattfindet. In Partnerschaft mit Forbes Swiss und mit Unterstützung von Pro Scientia et Arte bringt das Format führende Persönlichkeiten aus Musik, Kulturmanagement, Medien, Technologie, Wirtschaft und Kunst in Gstaad zusammen.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragestellungen zur Zukunft von Kulturinstitutionen und klassischer Musik im 21. Jahrhundert. In Gesprächen und Panels öffnen sich Einblicke hinter die Kulissen des Kulturbetriebs; zugleich entstehen neue Perspektiven auf die Rolle von Kultur in einer sich wandelnden Gesellschaft.The Summit ergänzt das künstlerische Festivalprogramm um ein diskursives Format. Dabei geht es um die Neuerfindung von Kunst und Kultur im 21. Jahrhundert, um die digitale Renaissance der klassischen Musik, um Technologie als Treiber kultureller Innovation sowie um visionäre Führung und Governance im Spannungsfeld von künstlerischer Integrität und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit.
Mit The Summit etabliert das Menuhin Festival Gstaad ein jährlich wiederkehrendes Forum für Austausch und strategische Diskussion und erweitert das Festival um eine inhaltliche Plattform mit internationaler Perspektive. Zugleich eröffnet The Summit den Studierenden der String Academy direkten Zugang zu zentralen internationalen Entscheidungsträgern und Gestaltern des Musiklebens.
Im besonderen Ambiente des Grand Chalet Balthus in Rossinière werden zentrale Fragen unserer Zeit verhandelt. Für drei Tage wird das Menuhin Festival Gstaad so zu einem Treffpunkt für kulturelle Führungspersönlichkeiten, Innovation und neue Allianzen.
Die Idee zu The Summit ist für mich eng mit Yehudi Menuhin verbunden. In vielen Gesprächen hat er mich ermutigt, Musik nicht nur als Kunstform zu verstehen, sondern als Verantwortung. The Summit ist mein Versuch, diesem Gedanken heute einen Raum zu geben – einen Ort, an dem Künstler, Entscheider und die nächste Generation gemeinsam darüber nachdenken, wie Kultur Zukunft gestalten kann.
— Daniel Hope
Sessions
SESSION I
Freitag, 24. Juli 2026, 10.00–13.00 Uhr
Grand Chalet Balthus, Rossinière
CHF 40
SESSION II
Freitag, 24. Juli 2026, 14.30–16.45 Uhr
Grand Chalet Balthus, Rossinière
CHF 40
SESSION III
Samstag, 25. Juli 2026, 13.00–17.45 Uhr
Grand Chalet Balthus, Rossinière
CHF 80
SESSION IV
Sonntag, 26. Juli 2026, 14.00–17.30 Uhr
Grand Chalet Balthus, Rossinière
CHF 40
Pass für alle vier Sessions
CHF 150
Setsuko, Balthus und das Grand Chalet von Rossinière
Mitte des 18. Jahrhunderts liess der findige Käser Jean David Henchoz ein aussergewöhnliches Haus errichten – ursprünglich gedacht, um seine beeindruckende Käseproduktion zu lagern: bis zu 600 Laibe, die er auf den Märkten von Vevey und Lyon verkaufte.
Was damals als «Grande Maison» begann, ist heute eines der eindrucksvollsten Holzhäuser des gesamten Alpenbogens: 113 Fenster, 60 Räume – davon 40 bewohnbar – und ein monumentales Schindeldach, das sich wie eine schützende Krone über das Anwesen legt.
1852 wurde das Haus in eine Pension umgewandelt und erhielt seinen klangvollen Namen: Grand Chalet. Schon bald logierten hier illustre Gäste wie Victor Hugo oder Léon Gambetta.
Ein neues Kapitel begann 1976, als der polnischstämmige Maler Balthus das Anwesen erwarb. Ein Jahr später zog er mit seiner Frau, der japanischen Malerin und Keramikerin Setsuko Klossowska de Rola, sowie ihrer Tochter Harumi ein, die später selbst künstlerische Wege einschlug.
Das Grand Chalet entwickelte sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Kunst- und Kulturszene. Persönlichkeiten wie der legendäre Geiger Yehudi Menuhin gingen hier ein und aus. Besonders unvergessen bleibt die Begegnung zwischen Balthus und Menuhin am Rande des Festivals 1993 in Rossinière – ein inspirierender Austausch zweier grosser Geister ihrer Zeit.
Heute bewahrt die Stiftung «L’Atelier de Balthus» das künstlerische Erbe des Meisters. Eine Kapelle im Herzen von Rossinière sowie das Atelier selbst stehen Besucherinnen und Besuchern offen.
